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Ich ohne Mittelpunkt

Ein Hörstück von Udo Manshausen

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Gott wirft keine Bomben

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Ermordete Wahrheit

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Kämpfe in der Seele

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Gott - Auf dem Weg zu Dir

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Worte für das eigene Ich


 

Foto: Udo Manshausen

 

„Eines Tages kamen Pharisäer und Sadduzäer, um Jesus auf die Probe zu stellen. Sie verlangten von ihm ein Wunder als Beweis dafür, dass Gott ihn gesandt hatte. Jesus erwiderte: »Wenn sich der Himmel abends rot färbt, sagt ihr: ›Morgen wird das Wetter schön.‹ Und wenn er sich morgens rot färbt und trübe aussieht, wisst ihr: ›Heute gibt es schlechtes Wetter.‹ Aus den Zeichen am Himmel könnt ihr das Wetter vorhersagen, aber die Zeichen der Zeit könnt ihr nicht deuten! Was seid ihr nur für eine böse und gottlose Generation! Ihr verlangt nach einem Beweis, doch den werdet ihr nicht bekommen. Ihr und eure Zeitgenossen werdet nur das Wunder sehen, das am Propheten Jona geschah.« Mit diesen Worten ließ Jesus sie stehen und ging weg.“

Jesus von Nazareth


(Mt 16,1-4. „Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Fisches. Ebenso wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte in den Tiefen der Erde sein.“ Mt 12,40; Übersetzungen ‚Hoffnung für alle‘ (Hfa))

 

Wenn wir in der aktuellen Lebenssituation bemerken, dass wir uns unwohl fühlen, kann es zur Erhellung hilfreich sein, sich dem folgenden Fragenkomplex zu stellen: War mein Unwohlsein bereits vorher vorhanden, ist es erst durch die neuen Umstände entstanden oder ist es eine Mischung aus beidem?
Als die US-Amerikanerin Suzanne Segal aufgrund ihrer Heirat mit einem Franzosen nach Paris übersiedelte, hatte sie sich zuvor über sechs Jahre lang fast täglich der ‚Transzendentalen Meditation‘ gewidmet. In Paris angekommen, praktizierte sie diese Art der Meditation nicht, letztlich aus Enttäuschung über den Inder Maharishi, den Gründer der ‚Transzendentalen Meditation‘, da bei ihr die ‚versprochene‘ Erleuchtung ausgeblieben war. (1) Angesichts der von ihr empfundenen Leere schreibt sie: „Ich umarmte den «Kult der Oberflächen», den das Leben in Paris repräsentierte.“ (2)
Hinzu kam ein weiterer Umstand, den sie mit den folgenden Worten ausdrückt: „Ich konnte aber auch feststellen, daß es mich außergewöhnlich betrübte, immerzu französisch zu sprechen. Obwohl ich die Sprache fast perfekt beherrschte und mich ohne weiteres verständlich machen konnte, hatte ich nie das erleichternde Gefühl, wirklich kommuniziert zu haben, was ich vermitteln wollte. Wenn wir kommunizieren, dann teilen wir anderen das mit, was wir zu vermitteln versuchen, auch wenn der andere es nicht vollständig versteht. Doch die französische Sprache schien meine Mitteilungen nur unvollständig wiederzugeben. Es kam mir vor, wie Laute zu erzeugen, die keine Bedeutung für mich hatten. Das Ergebnis war, daß ich eine Menge Mitteilungen mit mir herumtrug, die dazu verurteilt waren, niemals ausgesendet zu werden – nicht weil es Probleme mit den Empfängern gab, sondern weil das mir verfügbare Medium wenig Verbindung mit dem hatte, was in mir vor sich ging.“ (3)
Wir können selbst erfahren, dass unsere Worte oftmals hinter dem zurückbleiben, was wir wirklich fühlen und ausdrücken wollen. Wenn wir jedoch keine Worte finden, bleiben wir meist vollends auf uns zurückgeworfen. Selbst wenn wir die Worte hätten, um uns verständlich zu machen, bedeutet dies jedoch nicht, dass der andere sie auch mit hinreichendem Verständnis empfängt. Auf diese Weise kann Unverständnis zu einer seelischen Verletzung führen.
Sodann warnt Jesus mit eindringlichen Worten: „Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen!“ (4)
Ein solches Unverständnis gegenüber den wichtigen Anliegen unserer Seele kann uns zerreißen, wenn unsere Worte wirkungslos im Herzen des anderen verhallen.
Manchmal muss es daher ausreichend sein, dass nur Gott unsere tiefsten Empfindungen versteht, die durchaus von einem Seufzer begleitet sein dürfen.


„Suchen und fragen

Suchen und fragen, hoffen und sehn,
miteinander glauben und sich verstehn,
lachen, sich öffnen, tanzen, befrein:
So Gott spricht sein Ja, so stirbt unser Nein.
So Gott spricht sein Ja, so stirbt unser Nein … (5)



U*D*O*-*M*A*N*S*H*A*U*S*E*N

1) Vgl. Suzanne Segal, Kollision mit der Unendlichkeit. Ein Leben jenseits des persönlichen Selbst, 2. Aufl., Bielefeld 1997, 52-53.
2) Ebd., 53.
3) Ebd.
4) Mt 7,6; Einheitsübersetzung 2016.
5) Text: Michel Scouarnec "Aube nouvelle dans notre nuit", Übersetzung: Diethard Zils (2006); Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangbuch, Ausgabe für das Erzbistum Köln, 2013, Nr. 457; https://www.youtube.com/watch?v=KV42lU_GKkE&list=RDKV42lU_GKkE&start_radio=1 ; aufgerufen am 26.7.2026.


















 

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Worte Ich [560 KB]

KI-Podcast Meditationsbrief

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